Der Berliner Bebelplatz ist ein zutiefst symbolischer Ort: Hier verbrannten am 10. Mai 1933 die Nazis ebenso wie in anderen Städten Deutschlands die Werke von Geistesschaffenden mit Weltrang. Dieser barbarische Gewaltakt am 10. Mai 1933 war nur der Auftakt für immer länger werdende Verbotslisten, Zensur und Verfolgung. Es war ein weiterer Schritt auf dem Weg hin zur Diktatur und in den Krieg.
Der 10. Mai ist uns wie in jedem Jahr Anlass die Bücher der Verfolgten in die Hand zu nehmen und darin zu lesen. Das öffentliche Lesen soll an das ungeheuerliche Geschehen erinnern. Hier sollte der Geist aus der Stadt getrieben werden – hier muss er wieder seinen Platz finden. Wir wollen dazu beitragen, dass solches nie wieder geschehen kann.

Politiker, Schauspieler, Schriftsteller und Musiker wie z.B. Peter Bause
(Schauspieler), Andrej Hermlin (Musiker), Beate Klarsfeld (Bundespräsidentenkandidatin), Gesine Lötzsch (Politekerin), Klaus Lederer (Politiker), Walter Nowojski (Herausgeber der Klemperer Tagebücher), Gina Pietsch (Sängerin und Schauspielerin), Udo Wolf (Politiker) lasen aus den Büchern.

Als Ehrengast wurde auch in diesem Jahr die 101-jährige Zeitzeugin und Schriftstellerin Elfriede Brüning begrüßt.

Die Schüler und Schülerinnen der Alexander-Puschkin-Schule sind sehr stolz darauf auch in diesem Jahr mit dabei gewesen zu sein.