Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

als Erstes-wir freuen uns sehr, unsere Schülerinnen und Schüler nach so einer langen Zeit wieder zu sehen!

Nach Mitteilung der Senatsverwaltung findet ab 19. April 21 für alle Jahrgangsstufen wieder Wechselunterricht in Präsenz statt. Das Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung oder einer FFP-2-Maske ist für alle Schülerinnen/ Schüler und schulischen Mitarbeiter verpflichtend.

Mit dem Schreiben der SenBJF vom 14.04.2021 wird die Testung der Schülerinnen und Schüler vor Ort in der Schule geregelt.

Die verpflichtenden Selbsttestungen werden zweimal wöchentlich in allen Berliner Schulen durchgeführt. Das gilt nicht in den Wochen, in denen die Schülerinnen und Schüler ausschließlich im Distanzunterricht lernen.

Die Schülerinnen und Schüler testen sich in der Schule selbst und können nur dann am Präsenzunterricht teilnehmen, wenn ein negatives Testergebnis vorliegt.

Für die Testung der Schülerinnen und Schüler in der Schule ist keine Einverständniserklärung der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten  erforderlich. Die Begründung hierfür ist, dass die Präsenzpflicht in den Schulen weiterhin aufgehoben ist. Somit können sich die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten dafür entscheiden, dass die Kinder nicht an der Testung teilzunehmen, sondern im Distanzunterricht lernen. Zudem führen die Schülerinnen und Schüler die Tests in den Schulen selbst durch, es findet also kein körperlicher Kontakt mit dem schulischen Personal während der Testung statt.

Wenn Schülerinnen und Schüler nicht an den Selbsttests in der Schule teilnehmen sollen und auch kein alternatives (Testzentrum, Hausarzt) negatives Testergebnis vorlegen können, das den Anforderungen der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung entspricht, müssen die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten das der Schule mitteilen. Ein Schulbesuch der Schülerinnen und Schüler ist dann nicht möglich. Wird ein alternatives zertifiziertes Testergebnis vorgelegt, darf der Test nicht älter als 24 Stunden sein.

Die Schülerinnen und Schüler werden vor Erstdurchführung des Tests durch den Klassenlehrer/ die Klassenlehrerin  über die Notwendigkeit und den Ablauf der Testung aufgeklärt. Anleitungen zu den Selbsttests und Antworten zu vielen Fragen sind auf der Seite www.einfach-testen.berlin zu finden. Wichtig ist: ein positives Testergebnis ist nicht als Befund einer Covid-19-Erkrankung zu werten, sondern es handelt sich um einen Verdachtsfall. Daher muss ein positives Testergebnis eines Laien-Antigen-Selbsttests immer gesondert über einen PCR-Test überprüft werden. Für den Schulbereich bedeutet das: Eine Schülerin oder ein Schüler mit einem positiven Ergebnis des Selbsttests kann nicht weiter am Unterricht teilnehmen. Sollte ein positives Ergebnis vorliegen, werden die Eltern/ Erziehungsberechtigten sofort telefonisch informiert.  Eine Übersicht der Zentren zur PCR-Nachtestung finden Sie unter www.berlin.de/sen/bjf/corona/tests/testzentren_senbjf.pdf, die ohne Terminvereinbarung täglich von 7:00 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet sind.

Wenn Sie als Eltern nicht mit den getroffenen Maßnahmen der Senatsverwaltung einverstanden sind, haben Sie das Recht auf Grundlage der Aussetzung der Präsenzpflicht Ihr Kind weiter zu Hause zu behalten. Diese Zeiten werden nicht als Fehlzeiten erfasst. Sollten Sie davon Gebrauch machen, müssen Sie dies schriftlich den Klassenlehrern mitteilen. Schülerinnen und Schüler, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, erhalten kein saLzH, sondern werden entweder über die FL mit Aufgaben versorgt oder beschaffen sich diese über die Mitschüler.

 

FAQ – Fragen und Antworten zur Umsetzung der Testpflicht ab 19.04.2021

Wer testet mein Kind? 

Ihr Kind testet sich selbst.

Wo testet sich mein Kind?

Ihr Kind testet sich im Unterrichtsraum.

Wie werden die Selbsttestungen durchgeführt?

Der Klassenraum ist gut belüftet, die MNB wird nur für die jeweils 15 Sekunden des Abstrichs von der Nase abgezogen, bleibt aber über dem Mund. In keinem Fall wird der Abstrich durch eine Lehrkraft oder sonstige andere Person durchgeführt. Die Lehrkräfte führen Aufsicht, sind jedoch keine Durchführenden im eigentlichen Sinne. Nach Beratung mit Fachleuten des Hygienebeirats und der Gesundheitsämter ist das Tragen von weiterer Schutzbekleidung über die Masken hinaus nicht erforderlich, da die sonst geltenden Hygieneregeln eingehalten werden.

Werden alle Kinder, die sich gleichzeitig testen, in häusliche Isolation geschickt, wenn ein Testergebnis positiv ist?

Nein. Die Regel für die Entscheidung zur häuslichen Isolation ist weiterhin: 15 Minuten direkter Kontakt, ohne Abstand und ohne Maske. Dies kann bei der kurzen Selbsttestung nicht passieren. Zudem wird während der Testung gelüftet und es werden die Abstände eingehalten.

Geht Lernzeit verloren wegen der Testung?

Ja, dies lässt sich nicht vermeiden. Erfahrungen aus anderen Schulen und Bundesländern zeigen, dass die Schülerinnen und Schüler hier schnell eine Routine entwickeln.

Wird mein Kind gemobbt, wenn das Ergebnis positiv ist, weil alle denken, dass es Corona hat?

Mit Aufklärung wirkt das pädagogische Personal dieser falschen Logik entgegen. Ein positiver Schnelltest bedeutet nicht automatisch, dass ein Kind an Covid-19 erkrankt ist. Ein positiver Schnelltest bedeutet, dass der Verdacht auf die Infektion besteht. Ein PCR-Test weist das Virus nach. Je mehr Menschen das verstehen, desto weniger Raum gibt es für Vermutungen. Bisherige Fälle haben gezeigt, dass es weder Ausgrenzung noch Mobbing gab.

Mein Kind war am Testtag nicht da.

Das ist nicht schlimm. Wenn Ihr Kind wieder da ist, testet es sich.

Dürfen die Kinder die Masken absetzen, wenn alle negativ getestet sind?

Nein.

Welche Tests werden ausgegeben?
 
Aktuell verwendet die Alexander-Puschkin-Schule die Tests der Firma Roche.
 
Wie gehe ich damit um, wenn mein Kind große Angst vor der Selbsttestung hat?
 
Vor dem Neuen etwas Angst zu haben ist völlig normal. Erklären Sie es Ihrem Kind ruhig und nutzen Sie die gut aufbereiteten Informationen und Videos auf der Senatsseite Einfach Testen.
 
Mein Kind bekommt immer Nasenbluten. Kann es einen Spucktest/Lollitest machen?
 
Nein, da die Berliner Mediziner der Senatsverwaltung diese aufgrund der hohen Fehleranfälligkeit an Schulen nicht zulassen.
 
Was passiert, wenn der Selbsttest positiv ist?
 
Wir informieren die Eltern telefonisch. In Abhängigkeit vom Alter und Reife Ihres Kindes muss es von Ihnen als Eltern schnell abgeholt werden bzw. kann eigenständig zu einem Testzentrum fahren, denn es benötigt einen PCR-Test. Stellen Sie bitte sicher, dass Sie für uns und Ihr Kind erreichbar sind. Sie können dort mit der Bescheinigung über einen positiven Test ohne vorherige Terminvereinbarung täglich von 07:00 Uhr bis 16:30 Uhr hingehen.
 
Wann kann mein positiv getestetes Kind wieder zurück in die Schule?
 
Wenn das negative Ergebnis des PCR-Tests eingegangen ist. Bis dahin befindet sich das Kind in Selbstisolation.
 
Werden alle Kinder, die sich in einem Klassenraum befinden und sich somit gleichzeitig testen, in häusliche Isolation geschickt, wenn ein Testergebnis eines Mitschülers positiv ist?
 
Nein, denn die Entscheidung zur häuslichen Isolation ist weiterhin: 15 Minuten direkter Kontakt ohne Abstand und ohne Maske.
 
 Was passiert, wenn sich mein Kind in der Schule weigert, den Test durchzuführen?
 
Dann kann es am Präsenzunterricht nicht teilnehmen, die Eltern werden informiert und holen Ihr Kind ab bzw. das Kind geht allein nach Hause.
 
Was passiert, wenn wir als Eltern der Selbsttestung nicht zustimmen?
 
Dann können Sie vor Unterrichtsbeginn Ihres Kindes 2x wöchentlich ein tagesaktuelles negatives Testergebnis einer öffentlichen Teststelle/eines Haus- oder Kinderarztes vorlegen.
 
Was passiert, wenn ich kein tagesaktuelles negatives Testergebnis einer öffentlichen Teststelle vorlegen kann oder will?
 
Dann nimmt Ihr Kind seine Schulpflicht nicht im Präsenzunterricht wahr. Es findet keine parallele Betreuung durch die unterrichtenden Lehrkräfte statt. Ihr Kind informiert sich selbstständig über Mitschüler über die behandelten Inhalte. Die Präsenzpflicht ist derzeit weiterhin ausgesetzt.
 
Wird die Zustimmung der Eltern für die Selbsttestung benötigt?
 
Nein, da es sich nicht um einen Eingriff in die Körperlichkeit eines Kindes handelt. Es testet sich selbst.
 
Auf welcher Rechtsgrundlage wurde die verpflichtende Selbsttestung in der Schule eingeführt?
 
Der Senat hat dies am 08.04.2021 beschlossen. Die SenBJF hat am 14.04.2021 die Umsetzung der Teststrategie des Landes Berlin an den Berliner Schulen / Selbsttestung der Schüler*innen in der Schule näher definiert.