Stolperstein-Rundgang im Wahlpflichtkurs Geschichte 

“Hier gehe ich fast jeden Tag entlang – und die sind mir noch nie aufgefallen”, bekennt ein Schüler bei einer Station unseres Stolperstein-Rundgangs. Unter anderem, damit sich das ändert, waren wir im Kurs Wahlpflicht Geschichte Jg. 9 in der Schulumgebung unterwegs und haben die kleinen Erinnerungsorte an die Verfolgungen im Nationalsozialismus aufgesucht. Wer die Inschriften liest, erfährt nicht nur die Namen ehemaliger Nachbarinnen und Nachbarn, sondern wird auch mit Begriffen wie “deportiert”, “Auschwitz”, “Theresienstadt”, “Schutzhaft” oder “Zwangsarbeit” konfrontiert. Im Gespräch kann dabei viel über die Verbrechen des Nationalsozialismus gelernt werden. 
Da mit dem 9. November der Gedenktag an die Reichspogromnacht bevorsteht, haben wir die Steine auch poliert, so dass hoffentlich wieder mehr Leute mit den Blicken über sie “stolpern”. Angesichts der erschreckenden Zunahme antisemitischer Gewalttaten mahnen die Stolpersteine jeden einzelnen von uns, sich gegen Menschenhass und seine Folgen einzusetzen.