9. Klassen setzen sich mit Verfolgungsgeschichte gegen Roma und Sinti auseinander
 
Die Autorin Anja Tuckermann war schon für März eingeladen, um unseren 8. Klassen aus ihrem Jugendbuch „Mano. Der Junge, der nicht wusste, wo er war“ vorzulesen und damit einen Einblick in die Verfolgungsgeschichte eines jungen Sinto im Nationalsozialismus zu geben. Dem Antirassismustag kam in diesem Jahr aber der Corona-Shutdown in die Quere. Erfreulicherweise hatte Frau Tuckermann Zeit, im Rahmen unserer Projekt- und Methodenwoche zum Schuljahresbeginn ihre Lesung in den nun 9. Klassen nachzuholen. Einige Schüler*innen hatten das Buch bereits als Auszeichnung für ihre tollen Leistungen im vergangenen Schuljahr erhalten und bekamen nach der Lesung die Gelegenheit, ihr Exemplar signieren zu lassen. Um die Ausgrenzungs- und Verfolgungsgeschichte von Sinti und Roma in unserer Umgebung genauer kennenzulernen, haben wir die Lesung um eine Exkursion zur Gedenkstätte Zwangslager Berlin-Marzahn ergänzt. Dass die Vorurteile, die eine Grundlage für die damalige Verfolgung darstellten, teilweise heute noch nicht überwunden sind und sogar zu Gewalt gegenüber Roma und Sinti führen, wurde abschließend in der Methode „Was geschah?“ deutlich. Somit startete der 9. Jahrgang mit einem abwechslungsreichen Tag im Sinne der Demokratiebildung ins neue Schuljahr.