Es ist ein unglaubliches Gefühl auf einer Bühne zu stehen und einem Publikum seine Gedanken laut zu offenbaren. Man ist aufgeregt, verunsichert, peinlich berührt und gleichzeitig stolz auf sich. Trotz des schneller schlagenden Herzens und der weichen Knie trägt man seinen selbstverfassten Text dem Publikum mutig vor. Die Wörter fliegen von der Bühne und man hofft, dass die darin verpackten Gefühle und Gedanken die Seele jedes einzelnen Zuschauers berühren sowie diesen zum Nachdenken bringen und sich ihm somit eine neue Welt, deine Welt, enthüllt.

Im Zuge des 5. Puschkin-Poetry-Slams gingen fast alle Schüler der Alexander-Puschkin-Schule durch dieses Erlebnis.  Denn ein Poetry Slam ist ein Dichterwettstreit, bei dem Poeten mit selbstverfassten Texten gegeneinander antreten und von einem Publikum, im unserem Fall den Schülern, bewertet werden. Auf der großen Bühne des Finales des 5. Puschkin-Poetry-Slams fanden sich 8 Finalisten zusammen. Sie durchliefen den Wettstreit im Kursverband und in der Vorrunde innerhalb der Doppeljahrgänge, um auf der Bühne der Max-Taut-Aula vor der Schülerschaft der 7.-9. Klasse aufzutreten. Soraya Eken Ngako, Elena Sztuczka, Soeren Leddin, Lucas Brönniman, Maxim Ehrlich, Ellenie Götz, Lily Nelson und Marvin Rossowkämpften um die Gunst des Publikums am 15. Mai. Für die Große Bühne bereitete die Finalisten der Berliner Sprachkünstler JoPa Schneider-Neumann in einem Workshop vor.

Der Auftritt jedes einzelnen Poeten wurde vom Publikum gut aufgenommen. Das Schülerpublikum diskutierte über jeden Text, stritt über Punkte, wertete jedoch gerecht. Am Ende konnte sich Maxim mit seinem Gedicht gegen Tierquälerei durchsetzen, dicht gefolgt von Lucas, der zu mehr Toleranz aufrief, und Sören, der den größten Schrecken der Schule – die Hausaufgaben witzig thematisierte. Im Nachhinein kann man sagen, dass jedoch alle Texte eine Botschaft in sich trugen und das Publikum unterhielten, aber auch zum Nachdenken anregten. Wir freuen uns schon auf die kommenden Poetry Slams der Alexander- Puschkin-Schule und hoffen, dass auch diese unsere Seele und Fantasie beflügeln werden.

 Liebe Poeten danke für dieses großartige Erlebnis.