Antirassismustag 2017 Klasse 8.4

Wie jedes Jahr findet im März an unserer Schule der Antirassismustag statt.

Am Dienstag, 21.03.2017 erhielten die Schüler des Jahrganges 8 der Alexander -Puschkin- Schule die Möglichkeit an einer Lesung mit Anja Tuckermann teilzunehmen.

Bereits am Vortag beschäftigten wir uns mit der Geschichte der Sintis und Roma und konnten feststellen, dass es dazu gar nicht so viele Informationen gab. Eins wurde aber deutlich, dass ähnlich wie die jüdische Bevölkerung, auch die Sintis und Roma immer wieder verfolgt wurden. Gerade das Video „Sinti und Roma im Nationalsozialismus“ machte uns deutlich, wie grausam man gegen diese Menschen vorging. Im Video sprachen Zeitzeugen unteranderem auch Familienmitglieder von der Familie Höllenreiner.

Am Dienstag stellte uns Fabian noch vor der Lesung kurz die Biographie von Frau Tuckermann vor.

Anja Tuckermann ist eine Deutsche Journalistin und Schriftstellerin, sie wurde am 24.11.1961 in Selb, Bayern geboren. Sie lebt in Berlin-Kreuzberg, wo sie auch aufgewachsen ist.

Wir, die Schüler der 8.4 und 8.3 der Alexander -Puschkin- Schule, trafen um 09:30 Uhr in der Bodo Uhse Bibliothek dann Frau Tuckermann. Zuerst erzählte sie uns, wie sie zum Schreiben der Bücher gekommen ist. Anschließend las sie uns einen Teil des Buches „Mano- der Junge, der nicht wusste, wer er war“ vor.

In dem Buch geht es um eine wahre Geschichte eines Sinti- Jungen in den Wirren der Nachkriegszeit. Mano (mit richtigem Namen Hermann Höllenreiner) ist heute 83 Jahre alt, und lebt in der Nähe von München.

Anja Tuckermann hat ihn persönlich getroffen und telefoniert nun jeden Monat mit ihm.

Es hat ihn sehr viel Überwindung gekostet über seine schreckliche Zeit nach der Befreiung aus dem KZ (Konzentrationslager) zu reden und das Bewundern wir an ihm.

Er ist psychisch sehr stark, man kann sich kaum vorstellen wie schlimm es für einen kleinen Jungen gewesen sein muss. Das Buch bringt es einem ein bisschen näher.

Am Schluss der Lesung, durften wir ihr Fragen stellen, eine war z.B. ob Anja Tuckermann nicht selber weinen musste als Hermann Höllenreiner über diese Ereignisse erzählte.

Daraufhin sagte sie:“ dass sie beim ersten Treffen Probleme damit hatte, es aber dann doch durchgezogen hat und nicht weinen musste”.

Danach durften wir uns eine signierte Autogrammkarte mitnehmen und sind zurück zur Schule gefahren. Hier tauschen wir uns über die Lesung aus und beschlossen, dass wir das Buch im Ethikunterricht bzw. in der Kerngruppenstunde weiterlesen.

Die Schüler der Klasse 8.4