Am 24.September 2013 dürften wir Schüler, der Klasse 9.4, unter professioneller Aufsicht und auf dem Gelände der Mercedes – Benz Niederlassung Berlin auf dem Fahrersitz Platz nehmen und für kurze Zeit selbst einmal hinter dem Lenkrad sitzen. Uns wurde allerdings nicht das Autofahren beigebracht – stattdessen erlebten wir vor allem als Mitfahrer typische Konfliktsituationen und lernten, verantwortlich damit umzugehen.
Nach einer kurzen Begrüßung erhielten wir Informationen über den Ablauf unseres Projettages.
Am Anfang waren wir noch etwas skeptisch.
Der erste Teil fand im „ Sicherheitslabor“ statt. Wir durchliefen mehrere Stationen.
So setzten wir eine sogenannte Rauschbrille auf und erhielten einen Einblick, wie sich Alkoholkonsum auf die Sicht und das Gleichgewicht auswirkt.
Mithilfe einer speziellen Waage ermittelten wir dann das Aufprallgewicht bei verschiedenen Geschwindigkeiten.
In einem Simulator wurden wir im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf gestellt. Nachdem das Auto auf das Dach gedreht wurde, erklärte uns ein Fahrlehrer, wie wir uns sicher und ohne weitere Unfälle aus dieser misslichen Lage befreien können.
Die erste größere Pause gab es nach 2 Stunden. Wir konnten uns eine Bretzel und etwas zu trinken holen.
Nach 20 Minuten folgte nun der praktische Teil auf dem abgesperrten Außengelände.
Endlich hieß es – wer möchte zuerst fahren?
In Teams von drei bis vier Schülern und einem Fahrlehrer führten wir verschiedene Übungen durch, die ganz bestimmte Themen beinhalteten.
Themen waren:
Fahrverbot: Fahren ohne Führerschein – was sind die Konsequenzen?
Ladungssicherung: Wo ist der richtige Ort um Sachen im Fahrzeug zu verstauen? Welche Wucht entwickelt sich aus scheinbar leichten Gegenständen bei einem Aufprall von 30km/h. Veranschaulicht wurde dieses durch Schaumstoffbälle die auf der Hutablage lagen und beim Bremsen nach vorne flogen.
Vertrauen: Wie und was sage ich, wenn ich mich nicht sicher fühle als Beifahrer? Bei dieser Einheit trugen die Mitfahrer eine Augenmaske, während ein Schüler fuhr.
Risikobereitschaft und Gruppendruck: Der Fahrer wurde aufgefordert durch ein enges Tor aus hängenden Styroporpfeilern zu fahren. Wir sollten die Reaktion des Fahrers beobachten und gleichzeitig unser Verhalten beurteilen.
Die Zeit im 2. Teil verging viel zu schnell.
Nach ca. 4 Stunden intensives Training waren wir uns einig – es war ein spannendes, lustiges und aufschlussreiches Projekt – einfach cool.